Neues aus dem Wiggertal

Aus der aktuellen Ausgabe 

Kultur während der Krise – Kultur in der Krise? 

(11.01.23) «Flexibilität!» Formuliert als Ausruf, wie aus der Pistole geschossen, gefolgt von einem Lächeln, das abrupt wieder verschwindet. Das benennen Kulturschaffende aus dem Wiggertal als wichtigste Eigenschaft, die es während der Covid-Pandemie brauchte.

In ihrem Bericht streift Autorin Eva Lichtsteiner durchs Wiggertal und besucht und portraitiert verschiedene Kultureinrichtungen und KünsterInnen. Wohl kaum eine andere Branche musste sich dehnbarer und agiler zeigen als die Kultur. Was heisst das konkret? Inwiefern hat Corona dem lokalen kulturellen Schaffen geschadet – und welche neuen Wege und Möglichkeiten hat diese Zeit hervorgebracht?

Lichtsteiner zeigt es an verschiedenen Beispielen auf. Auch wenn auf dieser Reise nicht allzu viele Kilometer zurückgelegt werden, könnten die Eindrücke unterschiedlicher kaum sein. Ersichtlich wird überall, wie wichtig Kultur in Krisenzeiten ist, denn insbesondere dann ist es für die Menschen zentral, aus dem Alltag ausbrechen zu können. Genau das war in dieser Phase nicht möglich, weswegen die Bedeutung von Kultur umso stärker ins Bewusstsein  drang.» Diese gesteigerte Wertschätzung kann als grosse Chance der Krisenzeit festgehalten werden.

Weiterlesen? Den ganze Text gibt es in Band 80 (S. 86-93).

Bild oben: Die IG Opera Zofingen liess zum Stück passende Masken anfertigen: Einblick in die Produktion «Mord auf der MS Opera». (Foto Heinz Merz)

Über die Heimat im Wiggertal, in Russland und in der Ukraine

(24.11.22)  Am Samstag, 19. November, fand in Zell der Heimattag statt. Hier feierte die Herausgeberin der «Heimatkunde», die Heimatvereinigung Wiggertal, ihren 90. Geburtstag. Auch der 80. Ausgabe unseres Jahrbuchs kam eine wichtige Rolle zu. Musikalisch begleitet wurde der Tag unter anderem von der gebürtigen Ukrainerin Mariia Perekrestenko.

 

Tagungsthema war der Begriff Heimat. Zita Affentranger, Auslandredaktorin beim «Tagesanzeiger», durchleuchtete in ihrem Referat Geschichte und Entwicklung von Russland und der Ukraine. Dabei versuchte sie aufzuschlüsseln, was Heimat für die Bevölkerung dort heisst, Derzeit verändere sich der Heimatbegriff für Bewohnende beider Länder stark. In der Ukraine seien durch Russlands Angriffskrieg Heimat und die Liebe zur Heimat zentral geworden. In Russland sei der Begriff seit je ein schwieriger – mit über 160 verschiedenen Ethnien, rund 100 verschiedenen Sprachen und Dialekten sowie unterschiedlichsten geografischen Bedingungen. David Koller, Redaktionsmitglied der «Heimatkunde», ging auf den Heimatbegriff ein. Dieser sei wandelbar, sagte er, und könne zum Ausgrenzen missbraucht werden. Bisweilen stehe dann nicht mehr die reale Heimat im Fokus, sondern ein imaginiertes Bild und Gefühl eines Idealzustands.

Der Heimattag in den Medien
Zofinger Tagblatt, 23.11.22
Willisauer Bote, 22.11.22

Bild oben: Die gebürtige Ukrainerin Mariia Perekrestenko begleitete den Heimattag musikalisch. (Foto: Stefan Tolusso) 

«Seine Wurzeln kennen»

(18.11.22)  «Es ist wichtig, verwurzelt zu sein und seine Wurzeln zu kennen», sagte einst Willi Korner, langjähriger Präsident der Heimatvereinigung Wiggertal. Mit dieser Mission ist die «Heimatkunde» seit 80 Jahren unterwegs. Der «Willisauer Bote» würdigt das umfassend. In seiner Ausgabe vom 18. November widmet er sich auf einer ganzen Seite der Heimatvereinigung bzw. der «Heimatkunde». Im Interview von Anna Graf gibt Anita Bieri-Wermelinger (Bild rechts) Einblick in das Schaffen der Redaktionskommission. Das Jahrbuch sei «weder altmodisch, noch nostalgisch», hält sie fest. Hervorgehoben wird im Artikel zudem Hermenegild Heuberger-Wiprächtiger. Seit  25 Jahren gestaltet er die Publikation.. Auch der Leitartikel von Norbert Bossart geht auf die «Heimatvereinigung» ein. Nur, wer die Vergangenheit kenne, könne die Zukunft mitgestalten, schreibt der stellvertretende Chefredaktor. 

 

Das Team der «Heimatkunde» dankt herzlich für die Blumen und freut sich bereits jetzt auf die Arbeiten für Band 81. 

 
WB, 18.11.22, Leitartikel
WB, 18.11.22, Interview

Hans Reinerth und seine Arbeit in der Wauwiler Ebene

(16.11.22) Ein Artikel der aktuellen Ausgabe nimmt sich einem düsteren Aspekt der Grabungen in der Wauwiler Ebene an. In den frühen 1930er-Jahren tauchte immer wieder der Name des deutschen Archäologen Hans Reinerth auf. Als Grabungsleiter war er von 1932 bis 1934 in der Region tätig. Das Bild rechts zeigt ihn (in heller Kleidung) anlässlich eines Besuchs des Luzerner Regierungsrates in der Wauwiler Ebene. 

 

Kritik an Reinerths Berufung kam vor allem nach Bekanntwerden seiner Rolle im Nationalsozialismus auf. Unser Autor Franz Kiener hat in akribischer Feinarbeit das Wirken Reinerths durchleuchtet. In seinem Bericht klärt er über dessen Nähe zur NSDAP auf, aber auch über seine Zusammenarbeit mit den Luzerner Behörden. Letztlich resultierte aus den Grabungen Reinerths die Gründung der Heimatvereinigung Wiggertal. In ihrer Ausgabe vom 16. November hat die «Luzerner Zeitung» über den entsprechenden Artikel der «Heimatkunde» berichtet. 

«Luzerner Zeitung», 16.11.2022

Die gedruckte Ausgabe der «Heimatkunde» enthält eine gekürzte Version von Franz Kieners umfassender Arbeit. Hier stellen wir seinen gesamten Artikel zur Verfügung: 

 
Hans Reinerth, ungekürzt

Jubiläums-Heimattag in Zell

(12.11.22) Am Samstag, 19. November, findet in Zell der traditionelle Heimattag der Heimatvereinigung Wiggertal statt. Hier feiert die Herausgeberin der «Heimatkunde » ihren 90. Geburtstag. Unter anderem gibt es am Anlass zwei Referate – eines von Zita Affentranger, der langjährigen Russland-Korrespondentin des Zürcher «Tagesanzeigers». Sie beschäftigt sich darin mit der Frage, was Heimat für Menschen in der Ukraine und in Russland bedeutet.

Programm Heimattag

Presseschau: Band 80 in den Medien

(05.11.22) Verschiedene Medien haben über den neuen Band der «Heimatkunde Wiggertal» berichtet. Unter anderem das Lokalfernsehen Tele Napf mit einem längeren Beitrag (siehe Bild rechts). Zeitungsartikel sind bislang im  «Willisauer Bote» und im «Zofinger Tagblatt» erschienen.

«Willisauer Bote», 02.11.22
«Zofinger Tagblatt», 02.11.22

Band 80 der «Heimatkunde» ist da

(01.11.22). Am letzten Samstag des Oktobers stand das traditionelle Verpacken der neuen Ausgabe auf dem Programm. Damit ist die Produktion von Band 80 offiziell abgeschlossen. Einmal mehr kommt die  «Heimatkunde Wiggertal» mit einem interessanten Themenmix daher.

Mehr Infos gibt es in unserer Medienmitteilung.

Die «Heimatkunde Wiggertal» ist online

(31.10.22) Bislang war die «Heimatkunde» auf der Webseite der herausgebenden Heimatvereinigung zu Hause. Zusammen mit der  Veröffentlichung des Bands 80 (2023) präsentiert sie ihr Schaffen neu auf einem eigenen Internetauftritt. 

Herzlich willkommen bei der «Heimatkunde Wiggertal»!